Projekt NAHTLOS

Fachkräftetreffen in St. Petersburg

Fachkräftetreffen in St. Petersburg

Vertreter/innen des jaf besuchten vom 14.12 – 17 .12 2007 Einrichtungen und Festivals in St. Petersburg als Vorbereitung für das Kulturaustauschprogramm 2008

Fachkräftetreffen in St. Petersburg
Fachkräftetreffen in St. Petersburg
Fachkräftetreffen in St. Petersburg
Ksenia Porechina, Stephan Paulus, Christiane Schwinge und Andreas Hedrich reisten als Vertreter/innen des Jungen Arbeitskreis Film– und Video e.V. zu einem 4-tägigen Besuch nach St. Petersburg. Ziel der Reise war es, den kulturellen Kinder- und Jugendaustausch zwischen Hamburg und St. Petersburg zu fördern, zukünftig weitere Jugendbegegnungen zu initiieren und Einrichtungen und Festivals als Vorbereitung für das geplante Kulturaustauschprogramm 2008 zu besuchen. Dank der Förderung aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans und der Stiftung Deutsch Russischer Jugendaustausch wurde die Kurzreise nach St. Petersburg ermöglicht.

Nahtlos – Filmkultureller Austausch 2008
Die Planungen für das 2008 stattfindende Kultur-Projekt „Nahtlos“ begannen bereits 2006 anlässlich der 50jährigen Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und St. Petersburg. „Nahtlos“ soll die enge partnerschaftliche und kulturelle Verbindung beider Städte aufgreifen und filmisch miteinander verschmelzen. Dadurch soll einerseits die Kommunikation, der Kontakt und die Zusammenarbeit junger Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten durch den Umgang und Austausch mit audiovisuellen Medien gefördert und andererseits die medienpädagogische Zusammenarbeit beider Städte weiter ausgebaut werden.

Partner in St. Petersburg

Das jaf-Team traf sich mit dem potentiellen Austauschpartnern von der staatlichen Bildungseinrichtung der Zusatzbildung für Kinder. In dieser Bildungseinrichtung haben Jugendliche und Kinder die Möglichkeit nach der Schule technische und filmpädagogische Workshops zu besuchen. Hier stehen den Besucher/innen medienpädagogische Fachkräfte zur Seite und unterstützen die Kinder- und Jugendlichen inhaltlich und technisch bei der Realisierung ihrer Projektideen. Gespräche fanden statt mit Boris Ivanovich Sergeev, dem Leiter des Kinostudios „Kaskad“, und Nadezhda Viktorovna Selivanova, der assistierenden Leiterin der Bildungseinrichtung.
Die Gastgeber Boris Ivanovich Sergeev und Nadezhda Viktorovna Selivanova stellten Kinder- und Jugendfilmfestivals, Medieneinrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit und Möglichkeiten des Nachwuchsfilms in St. Petersburg vor. Die russischen Kollegen waren an der Idee der Zusammenarbeit sehr interessiert und schlugen ein Treffen für den nächsten Tag zusammen mit Kindern- und Jugendlichen im großen Theatersaal des Hauses vor. Hier sollten dann auch der Workshopleiter für Video- und Filmprojekte sowie Jugendliche, die bereits mit Film und Video Erfahrungen gesammelt haben, anwesend sein.

Junge Filmemacher – Aktiv und professionell
Am 2. Tag des Aufenthaltes in St. Petersburg traf sich das jaf-Team mit den verantwortlichen Filmpädagogen, einer Gruppe jugendlicher Filmemacher/innen und den Leitern der Bildungseinrichtung. Die Jugendlichen zeigten Film-Produktionen von sich. Themenlagen und Macharten ließen auf einige Parallelen zu Hamburger Jugendlichen zu. Bei einigen Kinderproduktionen im Bereich Trickfilm und Stopptrick wurden erstaunliche Bildmotive präsentiert. Hier wurde klar, dass die Bildungseinrichtung die Kinder und Jugendlichen nicht nur technisch, sondern auch künstlerisch-ästhetisch ausbildet. Bemerkenswert auch, dass einer der Jugendlichen mit 17 Jahren bereits 25 Filme in den Bereichen Experimentell- Trick- und Spielfilm gedreht hat. Insgesamt zeigt sich, dass die Kinder und Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Ideen sehr professionell und stringent angeleitet und begleitet werden.

Piterkit VII“/ "Питеркит VII – studentisches Filmfestival
Das Festival der Studentenfilme fand statt in einem barocken Kinopalast, eines der ältesten Kinosäle Sankt-Petersburgs. Hier liefen zahlreiche Kurzfilme studentischer Produktion. Der jaf-Gruppe wurde anschließend Eduard Rozovskiy vorgestellt. Der 80-jährige Eduard Rozovskiy, einer der berühmtesten Kameramänner aus Sowjetzeiten, ist Präsident des studentischen Filmfestivals und steht in engem Kontakt mit der staatlichen Bildungseinrichtung. In einem Gespräch stellten wir den jaf vor und berichtete von unseren medienpädagogischen Tätigkeiten und den Festivals, die wir mitorganisiert und durchgeführt haben.
Eduard Rozovskiy war von der Idee des Austauschprojekts begeistert und bot seine Unterstützung und Erfahrung bei der Durchführung.

Goethe und der Film
Das jaf-Team hatte im Gothe-Institut einen Termin mit Frau Jana Soboleva, der Koordinatorin der Programmarbeit. Der jaf bekam hier die Zusage, dass das Goethe-Institut den Verein mit Kontakten weiterhelfen wird. Frau Soboleva bot an, der jaf könne sich im Frühjahr 2008 mit thematischen Nachwuchsproduktionen und Beiträgen zum Thema Mode an einem Filmforum beteiligen. Durch diese erste Zusammenarbeit verspricht sich der Verein weiterführende Aktivitäten mit dem Goethe-Institut in St. Petersburg.

Ein voller Erfolg
Alles in allem war diese wenn auch sehr kurze Reise nach St. Petersburg für den Verein ein voller Erfolg.
Das jaf-Team ist sich einig, dass bei diesem gastfreundlichen, stets informativen und interessierten Austausch mit unseren russischen Kollegen, eine solide Basis für eine konstruktive, kreative und vertrauensvolle Zusammenarbeit geschaffen wurde.
Der jaf wird sich nun in den nächsten Monaten mit der Prüfung der Finanzierungsmöglichkeiten des Projekts beschäftigen. Hierbei wird die russische Seite natürlich konzeptionell und informativ unterstützt.
Das Planungsteam des jaf ist durch die positiven und beeindruckenden Erlebnisse der Reise sehr motiviert die nächsten organisatorischen Schritte zu meistern, um dann im Sommer 2008 die Projektidee in die Tat umzusetzen.

Das Team des jaf wünscht sich, dass deutsche und russische Jugendliche die Chance bekommen, sowohl die Andersartigkeiten als auch die Gemeinsamkeiten der anderen Kultur zu erfahren.
Die russische und die deutsche Seite freuen sich schon jetzt über jede weitere tatkräftige Unterstützung, um das Projekt zu realisieren.