abgedreht - Hamburgs junger Film

Das jährlich stattfindende Nachwuchsfilmfestival gibt jungen Filmemacher*innen die Chance, ihre Filme zu präsentieren und mit Gleichgesinnten und Filmexperten ins Gespräch zu kommen. Besucher*innen sehen verschiedenste Produktionen und bekommen durch Filmgespräche, Workshops und Impulse Einblick in die Filmarbeit

Kinder fassen Fotos an. (Foto: Claudia Meiners)"Filme gehören auf die Leinwand", - das ist seit 31 Jahren das Motto des Hamburger Nachwuchsfilmfestivals abgedreht. Filme brauchen Größe. Sie brauchen ein Publikum welches zusammen sieht, sich austauschen kann und Filmemacher*innen brauchen das Feedback, das unmittelbare, den Applaus, die Kritik, die Diskussion, sonst können sie als Filmemacher*innen nicht groß werden.

Kern aller Nachwuchsfilmfestivals ist die Idee, Filme zu zeigen und zu diskutieren, abgedreht geht jedoch einen Schritt weiter. Durch die Vernetzung mit anderen Filmemacher*innen, Festivals und bundesweiten Medienzentren bekommen junge Filmbegeisterte, deren Produktionen bei abgedreht zu sehen sind, noch vielerlei andere Chancen. Sie können zum int. Nachwuchsfilmfestival up-and-coming nominiert werden, sie können an Projekten und Filmseminaren teilnehmen. Insgesamt sollen diejenigen, die weiter ambitioniert Filme machen möchten durch abgedreht eine gute Startchance erhalten.
Die Hingabe, mit der die Festivalmacher das Festival von Beginn an organisieren, ist das Fundament für viele Filmkarrieren. Janek Riecke, Angelina Maccarone, Özgür Yildirim oder Fatih Akin sind nur einige von zahlreichen Filmemacher*innen, die einmal beim Festival angefangen haben und in ihm die Chance gesehen haben, sich und ihre Erstlingswerke zu zeigen. Sie waren damals einige von vielen. Denn das Festival zeigt die Bandbreite der in Hamburg entstandenen Produktionen. Das sind Filme, die im Kunstunterricht in der Schule, in Jugendeinrichtungen, von freien Gruppen oder in Hochschulen entstanden sein können. Sie alle haben sich ausprobiert, mit dem Medium Film etwas zu erzählen und haben es für sich als Ausdrucksmöglichkeit entdeckt.

abgedreht startete 1988 unter dem Namen abgezoomt. Zahlreiche Medienpädagogen*innen und Filmemacher, die heute in Hamburg oder woanders arbeiten, sind im Team von abgezoomt gestartet.

Bei abgedreht werden Kurzfilme aller Genres gezeigt, die von Hamburgern oder in Hamburg (inkl. Metropolregion) entstanden sind. Uns ist es wichtig, dass die Filmemacher, vom Grundschüler bis zum 27-jährigen jungen Erwachsenen oder Filmstudierenden, bei der Aufführung anwesend sind. Jeder gezeigte Film wird anmoderiert und diskutiert. Das Publikum lernt die Urheber kennen und erfährt die Hintergründe.

Mehr Infos: www.abgedreht-hamburg.de

So sieht es aus